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Energie und Wasser

90% des Energiebedarfs werden mit Solarenergie gedeckt. Überschüssige Energie wird in Batterien gespeichert, als ergänzende Stromquelle dient ein Blockheizkraftwerk. Abbildung: Lauber IWISA AG, Naters.
Die Energie- und Gebäudetechnik der Neuen Monte Rosa-Hütte geht neue Wege, um auf umweltschonende Weise einen möglichst hohen Autarkiegrad zu gewährleisten. Im hochalpinen Raum auf 2883 m ü. Meer soll der Betrieb der Hütte mit einem Autarkiegrad von 90% gewährleistet werden (ohne das Kochen – hier sind noch alternative Systeme zum heute per Helikopter angelieferten Gas zu entwickeln). Das heisst, nur ein Zehntel des gesamten Energiebedarfs wird mit dem Helikopter von aussen der Hütte zugeführt. Dies ist ein weit überdurchschnittlicher Standard.
90% des Energiebedarfs werden mit Solarenergie gedeckt: Mittels Photovoltaikpaneelen wird Sonnenergie für die Versorgung der elektrischen Geräte gewonnen. Überschüssige Energie wird in Batterien gespeichert; dies garantiert eine lückenlose Versorgung auch bei bedecktem Himmel oder in der Nacht. Als ergänzende Stromquelle bei Spitzenlasten oder als redundantes System bei einem Ausfall der Photovoltaikanlage wird ein Blockheizkraftwerk eingesetzt, das Wärme und Elektrizität erzeugt.
Der Wasserbedarf wird mit Schmelzwasser aus der Umgebung der Hütte gedeckt. Dieses wird im Sommer gesammelt und in einer Kaverne gespeichert, so dass auch in Zeiten ohne Schmelzwasser fliessendes Wasser in der Hütte vorhanden ist. Alle Apparate sind für einen Wasser sparenden Betrieb ausgelegt. Das in der hauseigenen Anlage aufbereitete Abwasser wird für die Toilettenspülung verwendet. Das Warmwasser für die Duschen, Waschtische und die Küche wird vorwiegend solar erwärmt.
Ein wichtiger Faktor in der Realisierung des hohen Autarkiegrades wird das Energiemanagement sein: nicht nur die einzelnen Komponenten werden energiesparend ausgelegt, vor allem das Zusammenspiel dieser Komponenten wird mittels intelligenter Regelung optimiert. Neben den aktuellen Klimadaten (Temperaturen, Einstrahlung) und verschiedenen Gebäudedaten (Ladezustand der Energie- und Wasserspeicher) werden auch Informationen wie Besucher- oder Wetterprognosen ins System eingespeist. Dies erlaubt eine vorausschauende Regelung des Gesamtsystems und somit eine weitere massgebliche Steigerung der Effizienz.
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In einer Kaverne wird Schmelzwasser aus der Umgebung der Hütte gesammelt und in deren Wasserkreislauf eingespeist. Abbildung: Lauber IWISA AG, Naters.

Die Hütte wird mechanisch belüftet. Die Fenster in den Zimmern lassen sich aber als Zugeständnis an Gäste, die die Alpenluft geniessen möchten, trotzdem öffnen. Abbildung: Lauber IWISA AG, Naters.
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